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Die Geschichte der Krankenpflege (1679-2000) Ein Quellenbuch (Rezension)

Die Geschichte der Krankenpflege (1679-2000) Ein Quellenbuch (Panke-Kochinke, Birgit )Mabuse-Verlag. Frankfurt am Main 2001, 334 S., broschiert, € 48.00 - ISBN - 3-933050-73-1Rezension von: Dr Hubert Kolling
25. Mai 2013 durch
Die Geschichte der Krankenpflege (1679-2000) Ein Quellenbuch (Rezension)
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Die Geschichte der Krankenpflege (1679-2000) Ein Quellenbuch (Rezension)

Die Geschichte der Krankenpflege (1679-2000) Ein Quellenbuch (Panke-Kochinke, Birgit )Mabuse-Verlag. Frankfurt am Main 2001, 334 S., broschiert, € 48.00 - ISBN - 3-933050-73-1Rezension von: Dr Hubert Kolling


Der Band gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil widmet sich einer quellenkritischen Analyse der Krankenpflege, wobei die Autorin auf die Verberuflichung der Krankenpflege und die Krankenpflege als Beruf eingeht. Hierbei verweist sie auf insgesamt 19 "Strukturlinien", die sich als Themenschwerpunkte aus der Analyse der Quellen und dem Erkenntnisinteresse ergaben und zur Auswahl der Quellen herangezogen wurden. Diese Themenschwerpunkte reichen von dem Anforderungsprofil an Pflegende, der Diskussion des präferierten Geschlechts über Krankenpflege im Krieg, den Grenzen zwischen ärztlicher Behandlung und Krankenwartung, dem Handlungsmodell der Barmherzigkeit bis zur patientenorientierten Pflege, der Pflegeplanung und dem Selbstverständnis der Krankenpflege. Die von Birgit Panke-Kochinke ausgewählten Materialien basieren auf fünf Überlegungen: dem Prinzip des Exemplarischen; Strukturierung und Auswahl der Quellen entsprechend des vorgestellten eigenen Blickwinkels; Knotenpunkte von Umbrüchen aufzuzeigen; Überprüfung der Quelle auf dem zeitgenössischen Hintergrund; Rekonstruktion des Entstehungszusammenhangs.

Der zweite Teil des Buches, sein Herzstück sozusagen, bildet die Quellensammlung. Den einzelnen Quellen vorangestellt ist jeweils ein Abschnitt zur Quellenanalyse. Insgesamt werden 84 Quellen - wie Briefe, Vorträge, Gedichte, Artikel, Lehrbücher - in Auszügen vorgestellt und kommentiert. Neben Anmerkungen zu den Quellen werden Verweise auf alternative und ergänzende Quellen, Sekundärliteratur und Zusatzinformationen aufgeführt, die nicht zuletzt für die Unterrichtsvorbereitung eine wertvolle Unterstützung darstellen.

Nun, wie ist der Band zu bewerten? Insgesamt betrachtet ist die Auswahl der Quellen ausgewogen. Sinnvoll wäre es freilich gewesen, den einen oder anderen Themenbereich etwas ausführlicher darzustellen. So werden etwa die Organisationsform des Mutterhauses und die Berufskonstruktion durch Theodor Fliedner (1800-1865) trotz ihrer hohen Bedeutung auf die Berufsentwicklung nur ansatzweise berücksichtigt, ebenso wie die Bedeutung von Agnes Karll (1868-1927) auf die Gestaltung der freiberuflichen Krankenpflege und deren berufsethische Ausrichtung. Wünschenswert wäre auch eine Berücksichtigung der sich verschärfenden Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Strömungen in der freiberuflichen Pflege um die Verberuflichung der Pflege in der Weimarer Republik gewesen sowie - bei der Artikelauswahl der letzten zwanzig Jahre - die Aufnahme eines Beitrages von Hilde Steppe (1947-1999) zur Professionalisierung oder zum Pflegeprozess.

Trotz dieser Einschränkungen, die für eine Neuauflage eine sinnvolle Ergänzung wären, lässt sich der Band als notwendige Ergänzung zu den bereits erschienenen Überblicksdarstellungen zur Geschichte der Krankenpflege im berufskundlichen Unterricht sehr gut nutzten und sollte deshalb in keiner Ausbildungseinrichtung für Pflegeberufe fehlen. Lehrende wie Studierende der Krankenpflege werden es allemal gewinnbringend zur Hand nehmen.

Die Geschichte der Krankenpflege (1679-2000) Ein Quellenbuch (Rezension)
25. Mai 2013
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