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Uni Osnabrück: DFG fördert neues Forschungsprojekt zur Palliativpflege

5. November 2014 durch
Uni Osnabrück: DFG fördert neues Forschungsprojekt zur Palliativpflege
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Uni Osnabrück: DFG fördert neues Forschungsprojekt zur Palliativpflege

Wie können schwerstkranke und sterbende Menschen angemessen und würdevoll betreut werden? Dieser und ähnlichen Fragen widmet sich ein neues Forschungsprojekt, das unter der Federführung von Prof. Dr. Hartmut Remmers von der Universität Osnabrück durchgeführt wird. Der wissenschaftliche Kooperationspartner der Studie, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst über zwei Jahre finanziert wird, ist das renommierte Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg.

Der ärztlichen und pflegerischen Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen wird zunehmend fachliche und öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt. Der medizinische Fortschritt hat dazu geführt, dass lebensbedrohlich Erkrankte nun über Monate oder Jahre mit der Krankheit leben können. Nicht selten allerdings gilt es, schwerste körperliche und psychische Symptome wie auch stark ausgeprägte funktionelle Einschränkungen verarbeiten zu müssen.

Klinische Studien weisen darauf hin, dass einer engen, vertrauensvollen Beziehung zwischen den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie Ärzten und Pflegefachkräften vor allem in der letzten Lebensphase große Bedeutung zukommt. »Allerdings sind in der Versorgungswirklichkeit sehr häufig unterschiedliche konfliktträchtige Situationen ethischer, kommunikativer oder zwischenmenschlicher Natur anzutreffen, die für alle beteiligten Personen eine zusätzliche Quelle der Belastung darstellen«, so Prof. Remmers.

Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf die pflegerische Versorgungssituation, die durch eine starke Interaktionsdichte mit nicht unerheblichem Konfliktpotenzial, wie divergierenden Bedürfnissen, Wünschen, Erwartungen und Verhaltenseinstellungen, charakterisiert ist. Untersucht werden komplexe ursächliche Zusammenhänge von potenziell auftretenden Konflikten in verschiedenen Versorgungskontexten (Altenpflegeeinrichtungen, Palliativstationen, Hospize, onkologische Kliniken, Einrichtungen der Behindertenhilfe und häuslicher Bereich). Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sollen in einer zweiten Phase zunächst exemplarische Konfliktlösungsstrategien entwickelt und erprobt werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Hartmut Remmers, Universität Osnabrück
Gesundheitswissenschaften
Albrechtstraße 28, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2474
E-Mail: remmers@uni-osnabrueck.de

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5. November 2014
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