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Professionelle Pflege an Fallbeispielen lernen

11. Juli 2014 durch
Professionelle Pflege an Fallbeispielen lernen
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Professionelle Pflege an Fallbeispielen lernen

Kay Gropp Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

Prof. Dr. Ulrike Höhmann von der Universität Witten/Herdecke gibt neue Lehrbuchreihe im Kohlhammer-Verlag mit heraus

Prof. Dr. Ulrike Höhmann leitet den Masterstudiengang "Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz" an der Universität Witten/Herdecke. Sie ist auch Mitherausgeberin der neuen Lehrbuchreihe: „Pflege fallorientiert lernen und lehren“( http://blog.kohlhammer.de/pflege/fallorientiert-lernen-und-lehren/). Drei von elf Bänden sind bereits erschienen. Das Besondere an der Reihe: Sie vermittelt den theoretischen Lernstoff sowohl für die Ausbildungen zur Gesundheits-/Kranken- und Altenpflege als auch für alle primärqualifizierenden Pflegestudiengänge anhand von Fallbeispielen und exemplarischen Lösungen.



„Wir haben immer Fallgeschichten mit dem Hintergrundwissen des jeweiligen Fachgebietes und Lernhilfen kombiniert- ganz im Sinne des problemorientierten Lernens. Dabei wird das Wissen an unterschiedlich komplexen Fällen aus der Praxis nicht nur dargestellt und abgefragt, sondern zum Teil auch selber erarbeitet und situationsbezogen angewendet. Solche Eigeninitiative führt dazu, dass die Lernenden das Wissen besser behalten, begründen und situationsangemessener anwenden können“, erklärt Prof. Dr. Ulrike Höhmann den Sinn der neuen Reihe, die sie mit Prof. Dr. Karin Reiber, Dr. Juliane Dieterich und Prof. Dr. Martina Hasseler herausgibt.

„Die neuen Lehrbücher beziehen sich zum ersten Mal auf die neuesten Prüfungsvorschriften für eine generalistische Ausbildung in den Pflegeberufen. Sie richten sich an Sachgebieten, nicht an den spezifischen Berufszielen Alten- oder Gesundheits-/Krankenpflege aus. Denn in vielen Situationen werden die Grenzen zwischen den Berufen immer geringer, denn alle pflegebedürftigen Menschen, gleich wo, sind letztlich auf personen- und problemangemessene Pflege- und Behandlungskonzepte angewiesen. So muss heute eine Altenpflegerin in der stationären Langzeitpflege durchaus kompetent mit Wunden oder Medikamenten umgehen können oder Reha-Maßnahmen kennen, ebenso wie eine „Krankenschwester“ in der Klinik, zuwendungsorientierte Pflegekonzepte anwenden können muss.

Zielgruppe sind Lehrende und Auszubildende an Pflegeschulen und in Bachelorstudiengängen. „Man kann sich das Wissen quasi im Selbststudium aneignen und dann mit den Fallbeispielen auch sich selbst testen Es gibt spezielle Lösungsbücher zu jedem Lehrbuch, die zu Diskussionen anregen Oder die Lehrenden können die Beispiele in ihren Unterricht einbeziehen – beide Verwendungen sind offen gehalten“, sagt Höhmann. Bisher hatten Lehrbücher eher Regelwissen aufgeschrieben, das die Auszubildenden dann mehr oder weniger auswendig zu lernen hatten.

„Das wichtigste war uns Herausgeberinnen und dem Verlag, dass alle Bände in besonderer Weise zum eigenständigen Denken und Handeln anregen, Bezug auf die komplexe Lebenswirklichkeit in den verschiedenen Einsatzgebieten nehmen, und in die verschiedenen Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Pflegesettings einführen. Damit bilden sie“, wie Höhmann betont, „die zentralen Aspekte des professionellen Pflegehandelns im Geflecht aller an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen ab und verdeutlichen somit den spezifischen Beitrag der Pflegeberufe an der Gesundheitsversorgung“.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. Ulrike Höhmann, 02302/926-369, ulrike.hoehmann@uni-wh.de

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11. Juli 2014
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