Zum Inhalt springen

Pflegeverbände erteilen Pflegering erneut klare Absage

24. August 2015 durch
Pflegeverbände erteilen Pflegering erneut klare Absage
| Noch keine Kommentare


Pflegeverbände erteilen Pflegering erneut klare Absage

BAY.ARGE schließt Teilnahme an Pflegering-Gründungskonferenz aus / Rechtsform als Körperschaft garantiert weder Augenhöhe noch Leistungsfähigkeit

München, 20. August 2015 –  Obwohl Bayerns Staatsministerium für Gesundheit und Pflege schon zur Gründungskonferenz geladen hat, fehlt es nach Ansicht der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (BAY.ARGE) der geplanten Vertretung der Berufsgruppe durch den Pflegering an ganz wesentlichen Merkmalen. Gerade die nicht vorgesehene flächendeckende Registrierung der professionell Pflegenden stellt die angeblich starke Interessenvertretung in Frage: Die Vorteile einer berufsständischen Kammer sind ohne sie nicht nutzbar, weil es der Organisation trotz der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts an Legitimation mangelt. Eine Vertretung ihrer Interessen findet die Berufsgruppe schon heute – in der BAY.ARGE!

Die von der Pflege so dringend geforderte Augenhöhe mit anderen Heilberufen auch als Zeichen des Vertrauens in die Expertise der Berufsgruppe kann der Pflegering aber keineswegs herstellen. Dazu sind zu viele professionsfremde Akteure zur Mitgestaltung des Pflegerings aufgefordert. Abzulesen ist das an der geplanten Besetzung der Gründungskonferenz und ebenso an dem für den Pflegering angedachten Beirat. „Uns irritieren nicht nur die Unklarheiten hinsichtlich der Zuständigkeiten und Funktionen dieses Beirats. Angedacht ist offensichtlich eine paritätische Besetzung mit Vertretern von Pflegeeinrichtungen einerseits und Pflegefachkräften andererseits. Die Interessen der beiden Gruppen weichen jedoch verständlicherweise in vielen Bereichen stark voneinander ab. Wie sollen da konsens- und tragfähige Lösungen im Sinne der Profession Pflege gefunden werden? Die Etablierung eines Gremiums, in dem vor allem Arbeitgeberverbände erneut ein Forum zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen finden, können wir doch nicht ernsthaft unterstützen“, stellt Generaloberin Edith Dürr, Vorsitzende der BAY.ARGE und der Schwesternschaft München vom BRK e.V., klar.

Die BAY.ARGE weist dementsprechend wie ihre Mitgliedsverbände die Einladung zur Gründungskonferenz zurück und will sich weiterhin für eine optimale Standesvertretung der Berufsgruppe stark machen statt einen Rückschritt in der Professionsentwicklung widerspruchslos hinzunehmen. Die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie zum Beispiel der Anstieg der Pflegebedürftigkeit, der akute Fachkräftemangel und die mangelnde Wertschätzung der Berufsangehörigen zeigen, dass es eines politischen Willens bedarf, die Pflege aktiv zu unterstützen. „Daran mangelt es unserer Ansicht nach gewaltig. Das zeigt sich auch in der Besetzung anderer Landesgremien, bei denen die berufliche Pflege außen vor bleibt. Vertrauen in die Profession Pflege und ihre Fähigkeiten, sowohl selbstbestimmt als auch im Interesse der Pflegeempfänger zu agieren, sieht definitiv anders aus!“, stellt Dürr abschließend fest.

CareLit Recherche-Impuls

Mehr zum Thema= $topic !== '' ? ': ' . clnw_h($topic) : '' ?>

Wichtige Journals

= clnw_h($journal['ZEITSCHRIFT'] ?? '') ?>= (int)($journal['cnt'] ?? 0) ?>

Die Journalauswertung öffnet sich direkt in CareLit.

Weitere Informationen und über = number_format($total, 0, ',', '.') ?> Treffer
finden Sie in der CareLit Workbench. Ideal für vertiefende Recherche, Analyse und Literaturarbeit.
Workbench öffnen


Ihr Update für die

Pflegeforschung

Vertiefen Sie Ihr Fachwissen mit einem Abo der Zeitschrift Pflegewissenschaft: aktuelle Forschung, praxisrelevante Erkenntnisse und Online-Zugang zum kompletten Archiv seit der ersten Ausgabe.

Weitere Infos
Pflegeverbände erteilen Pflegering erneut klare Absage
24. August 2015
Diesen Beitrag teilen
Archiv
Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen