Lernwelten 2015
In gesundheitsbezogenen Bildungsgängen zeichnet sich eine zunehmende Heterogenität ab, die mit der Anerkennung von Bildungswegen, der Eröffnung von Bildungschancen und einer veränderten Bildungskultur einhergeht. Zugänge zur Bildung, Bildungsangebote und der Kreis der Bildungsinteressenten sind vielschichtiger und vielfältiger geworden. Bildung wird als ein lebenslanger Prozess verstanden.
Der 15. Lernweltenkongress greift daher das Thema auf, wie Durchlässigkeit gestaltet und Kompetenz sichtbar werden kann. Um mit Heterogenität umzugehen, braucht es (Aus-) Bildungs- und Studienangebote, die Durchlässigkeit und Integration gewährleisten. Bereits entwickelte Kompetenzen sollen berücksichtigt und angestrebte Kompetenzen beschreibbar, beurteilbar, klassifizierbar und vergleichbar sein. Hier spielen Fragen der Anerkennung von Kompetenzen und der Kompetenzmessung eine wesentliche Rolle. Weitere Fragen sind: Welche Bildungswege im Gesundheitswesen sind in den Ländern vorhanden? Wie gestaltet sich die Schnittstelle von beruflicher Bildung und hochschulischer Bildung? Wie werden Lernergebnisse aus Fort- und Weiterbildung angerechnet? Auch eröffnen sich grundsätzliche Fragen danach, was durch den Kompetenzbegriff gewonnen wird oder auch verloren geht, welche Kompetenzdefinition und welcher Kompetenzrahmen herangezogen werden sollen.
Neben der Gestaltung von Übergängen und Anrechnung von Lernergebnissen sind Überlegungen zur inneren Differenzierung von Bildungsveranstaltungen notwendig. Fragen dazu sind: Wie bildet sich Heterogenität, bspw. in Bezug auf die Kultur, die Lernpotenziale, die Lebensverhältnisse, die Partizipation, die Bildungsteilhabe und Gerechtigkeit in den Gesundheitsberufen in den Ländern ab? Wie können Anlässe für binnendifferenzierende Angebote identifiziert werden? Wie kann binnendifferenzierend auf Heterogenität geantwortet werden? Welche didaktischen und organisatorischen Möglichkeiten zeigen sich bzw. können entwickelt werden?
Der Kongress „Lernwelten 2015“ lädt Sie herzlich ein, die folgenden Themen zu diskutieren:
Schwerpunkte des Kongresses
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Thema 1: Durchlässigkeit von Bildung (z.B. Durchlässigkeit von der beruflichen zur akademischen Bildung, Zugang zu Hochschulbildung über die Berufsausbildung, Durchlässigkeit zwischen den Gesundheitsberufen, Durchlässigkeit im geographischen und kulturellen Sinne);
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Thema 2: Kompetenzverständnis und –messung (z. B. Kompetenzmodelle, Kompetenzdiagnostik);
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Thema 3: Vielschichtigkeit von Bildungsbiographien (z.B. pädagogische Diagnostik in heterogenen Zielgruppen, pädagogische Herausforderungen durch Heterogenität, demographischer Wandel und die Auswirkungen auf Zielgruppen und ihre Bildung).
Zielgruppen des Kongresses
Der Kongress richtet sich an alle Personen aus dem Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich, die in der Gesundheitsausbildung, -fortbildung und –weiterbildung und in gesundheits- und pflegebezogenen Studiengängen tätig sind:
- Lehrpersonen aus allen Gesundheits- und Sozialberufen (z. B. soziale Arbeit, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Hebammen- und Rettungswesen);
- Wissenschaftler/-innen;
- Hochschullehrer/-innen;
- Studierende.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Im Namen des wissenschaftlichen Beirats

Prof. Dr. Andreas Lauterbach
Lernwelten – Kongressbüro
Giessener Str. 2
D-35410 Hungen
service@pflege-wissenschaft.info
Tel.: ++49 (0) 6402-7082660
Fax: ++49 (0) 6402-7082669
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