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Expertengruppe legt „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ für Deutschland vor

3. Januar 2018 durch
Expertengruppe legt „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ für Deutschland vor
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Expertengruppe legt „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ für Deutschland vor

Nach aktuellen wissenschaftlichen Studien verfügt über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz und hat erhebliche Schwierigkeiten, mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen. Die Förderung der Gesundheitskompetenz in Deutschland stellt daher eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe dar, die neben dem Gesundheitssystem viele weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens berührt.


Um die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland nachhaltig zu stärken, hat ein Kreis von elf Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis nach dem Vorbild anderer Länder einen „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ erarbeitet. In ihm werden detaillierte Empfehlungen für vier große Handlungsfelder ausgesprochen:

• Die Gesundheitskompetenz in allen Lebenswelten fördern.

• Das Gesundheitssystem gesundheitskompetent und nutzerfreundlich gestalten.

• Gesundheitskompetent mit chronischer Krankheit leben.

• Gesundheitskompetenz systematisch erforschen.


Der „Nationale Aktionsplan zur Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland“ wird am 19. Februar 2017 von 10:15 bis 14:00 Uhr in den Räumen der Robert Bosch Stiftung in Berlin öffentlich vorgestellt.
Die gut einjährige Entwicklungsarbeit für den Plan wurde von Prof. Dr. Doris Schaeffer, Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Prof. Dr. Ullrich Bauer und Dr. Kai Kolpatzik koordiniert und von einer gemeinsamen Geschäftsstelle der Universität Bielefeld und der Hertie School of Governance Berlin gesteuert. Die Robert Bosch Stiftung und der AOK-Bundesverband haben diese Arbeit finanziell unterstützt.


Der Aktionsplan ist aus einer wissenschaftlichen Initiative entstanden und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers. Mit dem Plan wird – ähnlich wie in den USA, Kanada, Australien, Schottland und Österreich – eine gesamtgesellschaftliche Strategie zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in Deutschland vorgelegt. Die insgesamt 15 Empfehlungen richten sich sowohl an Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft, die Bundes- und Landesregierungen, verschiedene Ministerien und Gemeinden und Kommunen als auch an die Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen, Gesundheitsberufe und Gesundheitseinrichtungen, Sozialversicherungsträger, zivilgesellschaftliche Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, den privaten Sektor, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Bürgerinitiativen, Verbraucherorganisationen, Patientenvertreter, Selbsthilfeorganisationen und die Medien.


Nähere Informationen bei Dr. Heide Weishaar, Geschäftsstelle des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz: weishaar@hertie-school.org oder unter www.nap-gesundheitskompetenz.de.

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3. Januar 2018
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