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„Es gibt keine Alternative zur Pflegekammer!“ (2)

5. Februar 2015 durch
„Es gibt keine Alternative zur Pflegekammer!“ (2)
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„Es gibt keine Alternative zur Pflegekammer!“ (2)

Gespräche am Runden Tisch bisher ohne akzeptable Ergebnisse / Bay. Arge erneuert Forderung nach Gründung einer Pflegekammer

München, 5. Februar 2015 – Gegner und Befürworter einer Pflegekammer werden am heutigen Donnerstag zu einer weiteren Gesprächsrunde über mögliche Varianten einer Berufs- und Interessenvertretung der Pflege zusammenkommen. Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat erneut zu einem Runden Tisch eingeladen, bei dem denkbare Lösungen vorgestellt und ein Konzept auf den Weg gebracht werden soll. Schon im Vorfeld der Diskussion aber erneuert die Bayerische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) ihre Forderung nach einer Pflegekammer zur Selbstverwaltung und Interessenvertretung der Pflege und betont die Dringlichkeit einer entsprechenden Entscheidung der Politik.

 „Alle Diskussionen der letzten Monate haben gezeigt, dass es keine tragfähige Alternative zur Pflegekammer gibt. Wir haben uns die Argumente und Vorschläge der Kammergegner nicht nur angehört, sondern auch gewissenhaft geprüft. Die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen an die Pflege sind gewaltig, wir können ihnen nur erfolgreich begegnen, wenn sich der Berufsstand endlich von der Fremdbestimmung lösen und mit starker Stimme seine Sachkenntnis in Entscheidungsprozesse einbringen kann. Diesem Anspruch wird keine der bislang diskutierten Lösungen gerecht“, unterstreicht Generaloberin Edith Dürr, Vorsitzende der Bay. Arge, der Schwesternschaft München vom BRK e.V. und des Verbands der bayerischen Rotkreuzschwesternschaften. Nur eine Selbstverwaltung nach dem Heilberufe-Kammergesetz, mit allen Rechten und Pflichten einer Berufskammer ausgestattet, könne das zukunftssicher leisten.

 2011 ist auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit ein Bündnis zur Gründung einer Pflegekammer entstanden, das bis heute existiert. Im gleichen Jahr wurden dem Ministerium 20.000 Unterschriften für eine Pflegekammer überreicht, eine Forderung, die durch das Ergebnis der repräsentativen Befragung von professionell Pflegenden im Jahr 2013 bestätigt wurde: Die Mehrheit der bayerischen Pflegenden ist für die Einrichtung der Kammer und wartet seither auf entsprechende Signale.

 Dürr erklärt dazu: „Das Votum der Pflegenden ist klar. In einer starken Interessenvertretung muss die Pflege den Hut aufhaben. Ziel soll ein Mitgestalten und Mitreden auf Augenhöhe sein. Wir wollen unsere Fachkompetenz über einen Beraterstatus hinaus einbringen. Die Probleme und Themen, die uns, also der Berufsgruppe Pflege, unter den Nägeln brennen, sollen auch von dieser bearbeitet werden.“

 Wer ist die Bay. Arge? Die Bay. Arge fördert die Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege, bündelt die berufspolitischen Aktivitäten ihrer 14 Mitgliedsverbände und vertritt deren Positionen und Anliegen in der Öffentlichkeit. Die Bay. Arge ist ein Zusammenschluss von eigenständigen Berufsverbänden, Schwesternschaften und Berufs- und Pflegeorganisationen. Wie auf Bundesebene der Deutsche Pflegerat vertritt die Bay. Arge auf Länderebene die Pflegeberufe. Die Bay. Arge besteht seit über 65 Jahren und ist damit der älteste Landespflegerat.

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