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Förderung des Instituts für Pflegewissenschaft der Uni Bielefeld gestoppt – DBfK übt scharfe Kritik an Entscheidung

22. Mai 2024 durch
Förderung des Instituts für Pflegewissenschaft der Uni Bielefeld gestoppt – DBfK übt scharfe Kritik an Entscheidung
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Förderung des Instituts für Pflegewissenschaft der Uni Bielefeld gestoppt – DBfK übt scharfe Kritik an Entscheidung

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) hat beschlossen, die institutionelle Förderung des Instituts für Pflegewissenschaft (IPW) an der Universität Bielefeld zum 31. Dezember 2024 einzustellen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) übt heftige Kritik an dieser Entscheidung.

Bernadette Klapper, Bundesgeschäftsführerin des DBfK, erklärte: „Deutschland ist in der Pflegewissenschaft im internationalen Vergleich von jeher schwach aufgestellt. Der Wissenschaftsrat hat erst Ende letzten Jahres eindringlich die Notwendigkeit der Disziplinbildung auch in der Pflegewissenschaft formuliert, um den Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung begegnen zu können. In dieser Situation entscheidet sich Nordrhein-Westfalen, ein renommiertes pflegewissenschaftliches Institut fallen zu lassen. Das macht mich fassungslos.“ Klapper betonte, dass der richtige Weg der Aufbau und Ausbau pflegewissenschaftlicher Fakultäten an Universitäten wäre. Ohne Pflegewissenschaft werde es keine Weiterentwicklung des pflegerischen Handlungsfelds geben. Angesichts der alternden Boomer-Jahrgänge sei es notwendiger denn je, Pflegebedürftigkeit zu verhindern und zu vermindern. „Woher sollen das Wissen und die Evidenzbasierung in der Praxis kommen, wenn es keine pflegewissenschaftlichen Institute gibt?“, fügte sie hinzu.

Das IPW habe laut DBfK bedeutende Impulse in der pflegerischen Forschung gesetzt und zentrale Themen wie die Versorgung chronisch kranker Menschen, Risiken und Phänomene in der Langzeitpflege sowie die Qualitätssicherung in der Langzeitpflege bearbeitet. Klapper forderte die politischen Entscheidungsträger:innen auf, das IPW zu erhalten. Statt Förderungen einzustellen, sollte die Arbeitsgruppe 6 der Fakultät für Gesundheitswissenschaften „Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft“ massiv ausgebaut werden. Dort werde die notwendige Forschung betrieben, die für die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung in Deutschland gebraucht werde. Sie wies darauf hin, dass mit politischem Willen viel erreicht werden könne, wie man an der Einrichtung der Medizinischen Fakultät OWL gesehen habe.

Nach der Schließung der pflegewissenschaftlichen Fakultät an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar vor wenigen Jahren sei die Schließung des IPW ein weiterer harter Schlag für die Pflegewissenschaft in Deutschland, erklärte Klapper. Diese Entwicklung werde die Profession Pflege weiter schwächen – zu Lasten der Bevölkerung in Deutschland und von Millionen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.

Zur Pressemitteilung: https://www.dbfk.de/de/newsroom/pressemitteilungen/meldungen/2024/Schliessung-IPW-Bielefeld.php

Foto: stock.adobe.com – Gajus

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22. Mai 2024
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