bad fordert Steuervergünstigungen für Pflegekräfte
Inmitten der aktuellen Debatte um die Pläne der Bundesregierung zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte durch steuerliche Vorteile, meldet sich der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e. V. mit einer deutlichen Forderung zu Wort. Der Verband begrüßt zwar die geplanten Maßnahmen, betont jedoch, dass diese nicht ausreichen, um dem wachsenden Fachkräftemangel in der Pflegebranche wirksam entgegenzutreten. Stattdessen fordert der bad e. V. umfassende steuerliche Entlastungen für alle Pflegekräfte.
Jasmin Arbabian-Vogel, Vorstandsmitglied des bad-Landesverbands Niedersachsen, erläutert den Vorschlag: „Zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs ist eine Steuerfreistellung nicht nur für aus dem Ausland kommende Fachkräfte, sondern für alle in der Pflege arbeitenden Menschen ein Instrument, das von den politisch Verantwortlichen genutzt werden sollte. Die Steuerpolitik kann hier ihre Lenkungsaufgabe wahrnehmen, um in einem eminent wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge den gegenwärtigen, aber besonders den zukünftigen, durch den demografischen Wandel bedingten, neuen Herausforderungen angemessen begegnen zu können und einen Einbruch der Pflegeinfrastruktur zu verhindern.“
Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte allein durch steuerliche Anreize sei jedoch auch aus einem weiteren Grund unzureichend: „Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und die damit zusammenhängenden Verfahren bieten noch genügend Verbesserungsbedarf, bevor steuerliche Vorteile hier überhaupt greifen können.,“ betont Arbabian-Vogel.
Zur Pressemitteilung: https://www.bad-ev.de/pressemeldung-013-2024/
Foto: stock.adobe.com – johannes86
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